Wie ja allbekannt, ist es der ausgesprochene Wunsch des des Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer, das Denkmal der Philosophen Marx und Engels aus Mitte zu versetzen.
Neue Heimat des Denkmals aus DDR Zeiten soll der Friedhof Friedrichsfelde sein, wo auch Rosa Luxemburg und weitere politisch naheliegenden Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Interpretation der Aussage Ramsauers zum Umzug des Marx und Engels Denkmal
Nun fragt man sich, wie kommt man überhaupt auf eine solche Idee und eigentlich fallen einem gleich zwei Gründe ein, also zumindest mir.
Ramsauer ließ offiziell verlauten, es wäre die Möglichkeit eines grundlegenden Aufpeppens der Berliner Innenstadt im Zusammenhang mit der Erstellung des Stadtschlosses in Mitte.
Nach Angaben der Morgenpost, so NTV, habe Ramsauer sogar gesagt, der Friedhof sei eine Art Reste Zentrum. Also ein Quasi-Endlager, so meine Interpretation der Aussage.
Aber was mir in den Sinn kam war:
1. Das Grundstück ist auf Grund der prominenten Lage natürlich einiges Wert, denn die Immobilien Preise in Berlin steigen ja immer weiter.
2. Es ist eine Art Racheakt, dafür, dass man die Axel Springer Straße teilweise in Rudi-Dutschke-Straße umbenannte und diese auch noch eine Vorfahrtsstraße ist. Die taz initierte dies und Springer klagte, aber vergebens.
Politische Bühne Berlin
Jetzt muss man auf konservativen Seite auch punkten und Marx und Engels aus dem Stadtkern zu verbannen. Dabei kommen mir unweigerlich die Bilder des Sturzes der Saddam Statue in den Sinn, aber sei es drum…
Die politische Kultur unserer Republik hat sich so sehr medialisiert, dass inzwischen wirklich jede Werbung gute Werbung ist. Nicht erst durch Thilos Sarrazin, aber auch durch ihn, wurde diese Form der Aufmerksamkeitserrgung hoffähig machte. Berlin selbst ist meines Erachtens, der perfekte Schauplatz dafür. Mit all seiner Medienpräsenz und den ganzen Medienunternehmen in dieser Stadt ist es eine große Bühne.
Tags: News, politik
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